Initiative Kongowälder gegen Klimawandel e.V.

 

Über uns 

Der Verein

Der Verein "Initiative Kongowälder gegen Klimawandel" wurde gegründet, um eine Nichtregierungsorganisation in der Demokratische Republik Kongo zu unterstützen.
Die Nichtregierungsorganisation, also eine NGO, A.SO.DE.C (Action Sociale pour le Développement Communautaire = Soziale Aktion für die Gemeindeentwicklung), arbeitet zur Zeit an der Bepflanzung von Bäumen in Palabala in der Demokratischen Republik Kongo (siehe:  http://www.asodec-ong.com ).

Unser Verein "Initiative Kongowälder gegen Klimawandel e.V." möchte A.SO.DE.C bei ihrem Projekt "Landwirtschaftliches Bildungszentrum in Palabala" mit Geld und Materialien unterstützen.

Vorstand

Der Vorstand

1. Vorsitzender

Herr Mfumu Noso (Dipl.-Ing.)

noso@gmx.net

2. Vorsitzender

Herr Norbert Bausch (Chemotechniker)

Schriftführerin

Frau Claudia Bausch

Schatzmeisterin

Frau Safia Baldé

Gründungsmitglieder

Herr Reza Ghobadi-Saroukolaei

Frau Ute Schnorbach

Frau Thaouria Noso

Herr Seydou Baldé

Hintergrund

Das Land Kongo ist ein reiches Land. Dort finden sich viele unterschiedliche Bodenschätze. Neben seltenen Edelmetallen, die für die Industrie vom großen Nutzen sind, gibt es auch Diamanten und Edelsteine. Zudem sind weite Teile des Landes sehr fruchtbar, da sie zum Teil aus Vulkangestein bestehen und sich das dortige Klima hervorragend für Landwirtschaft eignet. Trotzdem ist ein Großteil der kongolesischen Bevölkerung sehr arm. Auf Grund der aussichtslosen Lage machen sich gerade junge Menschen auf den Weg von den Dörfern in die Städte. Aber selbst dort finden sie keine Jobs, sodass in Europa der Anteil der Flüchtlinge aus Zentralafrika, und insbesondere aus dem Kongo stetig steigt. Neben der wirtschaftlich schwierigen Lage ist auch die flächendeckende medizinische Versorgung nicht gewährleistet. Die Lebenserwartungen der kongolesischen Bevölkerung liegen laut dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bei ca. 59 Jahren (2015). (http://www.bmz.de/de/laender_regionen/subsahara/demokratische_republik_kongo/index.html) 
Um diesen negativen Trends entgegenzuwirken, gilt es, zum einen Bildungs- und Ausbildungsangebote und vor allem attraktive Arbeitsplätze zu schaffen, die eine Existenz im eigenen Land ermöglichen. Als weiterer Schritt müssen Investitionen in die Infrastruktur der einzelnen Regionen getätigt werden.  
Es ist festzustellen, dass es vielen an dem Bewusstsein und Bildung fehlt, die vorhandenen Ressourcen nachhaltig zu nutzen. Im Gegensatz zu anderen Gebieten in Afrika stehen fruchtbarer Boden und auch eine reichliche Wasserversorgung zur Verfügung. Mit dem geplanten Projekt soll ein landwirtschaftliches Zentrum im Westen des Landes geschaffen werden, um der Bevölkerung zu helfen eine nachhaltige, klimaangepasste Landwirtschaft zu betreiben und zur Bildung und Aufklärung der Bevölkerung beiträgt.
Das Landwirtschaftliche Zentrum verfolgt zwei Ziele. Der praktische Teil durch den Plantagenanbau ist sehr wichtig für die Bevölkerung. Hier finden Sie Arbeit und sehen den Erfolg bzw. den Nutzen ihrer Arbeit. Der theoretische Teil im Bereich der Bildung und Wissensvermittlung zielt auf die Nachhaltigkeit des Projektes ab. Es sollen junge Menschen an folgende Themen herangeführt werden:
Landwirtschaft / Umweltmanagement; Technische Anlagen zur Weiterverarbeitung der Produkte; Betriebswirtschaft / Handel, Marketing und Verkauf der Waren; Ernährungswissenschaft;  Tierzucht / Tierhaltung
Nach der Investitions- und Wachstumsphase, die ca. 4 bis 5 Jahre dauern kann, soll der Überschuss aus dem Verkauf der Waren auch für Investitionen in Infrastruktur in dem umliegenden Gebiet verwendet werden.
Das geplante Landwirtschaftliche Zentrum (LWZ) soll in der Region Palabala im Westen des Landes entstehen. Somit sind die aktuelle Unruhe und die damit einhergehende Flüchtlingskrise dort nicht unmittelbar spürbar. Der Westen des Landes gilt als relativ sicher und politisch stabil.

Im landwirtschaftlichen Zentrum soll sowohl praktisches als auch theoretisches Wissen vermittelt werden. 

Im praktischen Teil wird der Plantagenanbau erlernt und umgesetzt und Ergebnis und Nutzen ihrer Arbeit werden für die Bevölkerung direkt erleb- und sichtbar.

Der theoretische Teil im Bereich der Bildung und Wissensvermittlung zielt auf die Nachhaltigkeit des Projektes ab. Es sollen vor allem junge Menschen an folgende Themen herangeführt werden:

  • Landwirtschafts- und Umweltmanagement
      der Aufbau technischer Anlagen zur Weiterverarbeitung der Produkte

  • Betriebswirtschaft, Handel, Marketing und Verkauf der Waren
  • Ernährungswissenschaft
  • ergänzende Tierzucht und Tierhaltung. 

Nach einer Investitions- und Wachstumsphase, die ca. 4 bis 5 Jahre dauern kann, soll der Überschuss aus dem Verkauf der Waren auch für Investitionen in die Infrastruktur in umliegende Gebiete verwendet werden. 

Projektskizze  

Zielgruppe:   Bevölkerung der Region Palabala in Songololo (ca. 4.700Einwohner/innen)
Standort:      Region Palabala, Territorium Songololo, D.R. Kongo, Afrika
Rechtsform:  Eingetragener Verein (e.V.);  Non Governmental Organisation (NGO)
Firmenname: Action sociale pour le développement communautaire
Startdatum:   22.01.2014: Gründung der NGO
                     01.03.2017: Anerkennung und Eintragung der NGO beim                                                                 Umweltministerium in Kinshasa

Ziele:

• Nachhaltiger Umweltschutz der Wälder in der Region

• Aufforstung der abgeholzten Regionen mit dort beheimateten Nutzpflanzen

• Nachhaltige Bewirtschaftung der Plantagen

• Schaffung von Arbeitsplätzen  

• Weiterverarbeitung der Früchte, Herstellung von Produkten wie Sirup, Marmelade etc.

• Bildung der Bevölkerung im Bereich Umweltmanagement (Verhinderung weiterer

   wilder Abholzung der Wälder)

• Bildung der Bevölkerung im Bereich Betriebswirtschaft, fairen Handel mit den

   Produkten wie z.B. Obst, Marmelade, Holz etc. 

• Kommunale Weiterentwicklung der Dorfregionen

• Vermeidung/Entgegenwirken der Landflucht

 • Investition der erwirtschafteten Gewinne in Infrastrukturprojekte


Projektstandort

Geografie:

Staat: Demokratische Republik Kongo (Zentralafrika)
Regierungsbezirk: Songololo
Region: Palabala

 

 

 

 

 

 


Detailübersicht der Region Songololo 

Nächste größere Stadt: Hafenstadt Matadi (ca. 7 km entfernt):

* ca. 306.000 Einwohner (Stand 2007)                                                                       * Bahnhof                                                                                                                * Flughafen                                                                                                                * Hafen inkl. Güterhafen                                                                                            * Anfang der Nationalstraße 1 (N1)



 

 

 

 

 

 

 

 

Palabala

* Gebiet von 9 Dörfern östlich von Matadi, ca. 5 km entfernt (s. Karte)
* Gute infrastrukturelle Anbindung (N1)
* Kurze Absatzwege für Waren
* Fruchtbares Gebiet
* Stabiles Tropenklima
     - Optimale Bedingungen zum Anbau der geplanten Pflanzen
     - 8 Monate Regenzeit (Mitte September bis Mitte Mai)
     - Natürliche Flüsse können außerhalb zur Bewässerung genutzt werden

 

 

 

 

 

 

 

 



Landwirtschaftliches Zentrum

Geplant ist auf einer Fläche von 60 Hektar Plantagenbau zu betreiben. Es werden vier verschiedene Baumarten gepflanzt. Die Akazien werden in einer Dichte von 1.000 Bäumen pro Hektar gepflanzt. Sie bilden einen Schutz für die Obstbäume und werden daher rings um die Obstplantage gepflanzt. Die Pflanzdichte der Obstbäume beträgt pro Hektar 100 Bäume. Im Endausbau des LWZ sind ca. 19.500 Bäume bewirtschaftet werden müssen.


Folgende Baumarten sollen angepflanzt werden:
* Mango (1.500 Stück)
* Avocado (1.500 Stück)
* Safoutier (1.500 Stück)
* Akazien (15.000 Stück) 


Alle o.g. Bäume sind in dieser Region beheimatet, sodass von einem guten Wachstum ausgegangen werden kann. Es sind keine besonderen Maßnahmen zu berücksichtigen. 
Diese Plantage bildet das Herzstück des geplanten Landwirtschaftlichen Zentrums. Es ist vorgesehen einen Hauptamtlichen Gärtner/Förster einzustellen, der die Bewirtschaftung des Areals verantwortet. Zudem sollen Schulungsräume und Ausbildungsplätze im landwirtschaftlichen Bereich errichtet werden. Ziel ist es, der Bevölkerung nachhaltiges Wirtschaften beizubringen und aufzuzeigen, welche katastrophalen Folgen die unkoordinierte Abholzung nach sich zieht. Es ist schon seit Jahren ein Problem, sodass Organisationen wie Greenpeace bereits in 2013 auf die illegale Abholzung und den damit verbundenen weltweiten Klimawandel hingewiesen haben.
(https://www.greenpeace.de/themen/waelder/waldnutzung/aufgedeckt-illegale-abholzung-im-kongo) 
Neben der zerstörten Flora ist auch die Fauna bedroht. Vielen Tieren wird nach und nach der Lebensraum entzogen was sich auf das gesamte Ökosystem vor Ort auswirkt. Dieses Bewusstsein muss bei der Bevölkerung geschaffen bzw. geschärft werden. Nur so ist das Projekt in sich nachhaltig.
In einem weiteren Schritt sollen dann die Früchte teilweise weiterverarbeitet werden. Hauptsächliche Endprodukte werden Sirup und Marmelade sein. Diese Produkte lassen sich auch im einheimischen Markt sehr gut absetzten. Hierzu sollen Produktionsanlagen angeschafft werden. Somit entstehen im zweiten Schritt auch Arbeits- und Ausbildungsplätze im technischen Bereich. Neben der technischen Wartung und der Bedienung der Maschinen werden dann auch die Bereiche Logistik, Betriebswirtschaft und Marketing intensiviert.
Die angebauten Früchte lassen sich in regionalen und landesweiten Märkte absetzen.
Die unmittelbar benachbarte Hafenstadt Matadi gilt als Hauptabsatzmarkt. Hier werden neben den Märkten auch Hotels und Gastbetriebe beliefert. Ein weiterer klassischer Absatzmarkt ist der Straßenverkauf. Durch kleine Verkaufsstellen an der N1 (ca. 10 Autominuten von der Plantage entfernt) werden die umliegenden Privatpersonen versorgt. Als dritter Absatzmarkt kommt die Hauptstadt Kinshasa in Betracht. Gerade die großen Hotels der Hauptstadt haben einen hohen Bedarf an frischem Obst.
Je nach Entwicklung des Projektes ist auch eine Ergänzung der landwirtschaftlichen Tätigkeit durch Kleintierzüchtung denkbar. Kaninchen und Hamster sind traditionell leicht zu haltende Haustiere, die ebenfalls an die Bevölkerung weiterverkauft werden können.
Eine weitere geplante Ergänzung im Bildungssegment ist das Fach „Ernährungswissenschaft“. Durch eine zu einseitige Ernährung ist der menschliche Organismus nicht so widerstandsfähig und anfälliger für Krankheiten. Dieser Bildungsweg wäre eine optimale Ergänzung des Bildungsstandortes im LWZ.


Für die zeitliche Abfolge der einzelnen Schritte zum Aufbau des LWS ist die Wachstumszeit der Setzlinge richtungsweisend. Die Setzlinge werden in Kisantu vorbereitet. Von dort aus werden sie nach Palabala gefahren. Die Bäume benötigen bis zur ersten Erntezeit ca. 4 Wachstumsjahre. In 2014 – 2017 wurde die NGO gegründet und erfüllt alle rechtlichen Voraussetzungen. So konnten im II Quartal 2017 die ersten 500 Setzlinge gepflanzt werden. Zur gleichen Zeit wurden die ersten Gespräche mit politischen und traditionellen Führern vor Ort geführt. Diese bekundeten die Unterstützung des Vorhabens. Im ersten Halbjahr 2017 wurde das Vorhaben konkretisiert und neben der Verschriftlichung der Idee wurde auch ein Finanzplan erarbeitet. Geplant ist, dass die erste großangelegte Pflanzaktion zu Beginn der Regenzeit im Mai 2018 stattfinden kann. Somit kann im Jahr 2022 mit der ersten Ernte gerechnet werden.
Reifezeit Mango:   ca. 4 Jahre
Reifezeit Avocado ca. 4 Jahre
Reifezeit Safoutier ca. 4 Jahre
Neben der Finanzierung der Anfangsinvestitionen müssten die Betriebskosten über 4 Jahre finanziert werden. Danach werden die Kosten sukzessive über die Einnahmen aus dem Verkauf der Produkte erzielt. Das Konzept ist aber darauf ausgelegt, die Betriebskosten niedrig zu halten. Zurzeit leben Ur-Ur-Enkelkinder von den Königen Nkangampaka und Mfumu Noso in Kisantu sowie der Projektleiter in Kongo, die das Projekt im Herzen tragen und mit Begeisterung und ohne Entgelt, sich um die Setzlinge kümmern. Wo anders hätte man nicht diesen Erfolg, weil sie schon die Wichtigkeit des Projektes verstehen und es sich zum Eigenen gemacht haben (s. Bildgalerie).

Kurzdaten zum Anbaugebiet:

Gesamtfläche: 60 Hektar = 600.000 m2
Fläche für Akazien: 15 Hektar (Pflanzdichte = 1.000 Bäume pro Hektar)
Fläche für Fruchtbäume: 45 Hektar (Pflanzdichte 100 Bäume pro Hektar)
Akazienbäume: 15000; Mangobäume: 1500; Avocadobäume: 1500;              Safoutierbäume: 1500.

Überblick über die Investitionen

Für die erste Spendenphase können sowohl Geld- als auch Sach-Spenden angenommen werden. Auch für die Sachspenden kann ein Spendennachweis, wenn benötigt, ausgestellt werden (Das Material kann abgeholt werden, wenn es nicht weit von Mainz entfernt ist. Einfach anrufen oder eine Nachricht auf der Startseite schicken. Wir freuen uns über jede Spende).

An Sachspenden werden aktuell benötigt:

Fahrzeuge:

1 Transporter (LKW): 3,5 - 5t; 1 Jeep und 1 Bus (9 Sitzer).

Gartengeräte/Materialien:
1 Benzinsäge, 20 Schaufel, 20 Spaten, 20 Gabel, 20 Pickel, 30 Spitzhacke, 30 Kreuzhacke, 4 Saugpumpe, 100 Handschuhe, 500 m2 Plane, 1000 m Schläuche inkl. Teile, 2 Stromaggregate, 30 Regenstiefel, Ferngläser (Nachtsicht- und Weitsichtgerät), 15 gebrauchte Laptops, 3 neue Drucker, 10 gebrauchte Handys und 1 Profi Fotoapparat.
Die Fahrzeuge, Gartengeräte und Materialien werden in Deutschland gekauft und nach Kongo verschifft.
Die Anschaffung von Fahrzeugen vor Ort macht keinen Sinn, da diese Fahrzeuge meistens aus dem Westen eingeführt wurden und mit Gewinn verkauft werden. Somit müsste man vor Ort noch die Gewinnmarge zahlen. Zudem werden in den selbst zu verschiffenden Fahrzeugen weitere Waren verstaut, wie z.B. Material für die Gärtnerei. Dadurch spart man die Verschiffungskosten für diese Waren.